Der lange Weg von der Produktidee bis zum stabilen Bestand im Kundendepot

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Aber uns besorgen die zunehmenden Herausforderungen des Investmentfondsgeschäfts. Deswegen haben wir uns folgende Fragen gestellt:

  • Wie kann das Potenzial der Investmentfonds-Idee schneller und besser beim Kunden ankommen?
  • Wie kann sichergestellt werden, dass Kunden auch in schwankenden Märkten eine gute Produktmischung behalten?
  • Wie kann der Bestand von Investmentfonds in Kundendepots und damit die Ertragssituation der Bank über die wechselnden Marktphasen stabilisiert werden?

Wir möchten Ihnen auf den folgenden Seiten kurz unsere Vision des Investmentfondsgeschäfts der Zukunft aufzeigen. Wir sind überzeugt, dass die Digitalisierung in der Finanzindustrie neue Möglichkeiten für das Investmentfondsgeschäft bietet. Möglichkeiten, die den aktuellen Herausforderungen begegnen und dem Investmentfonds wieder zu der Bedeutung verhelfen, die er unseres Erachtens haben sollte.

Welche Faktoren bedrohen das Fondsgeschäft?

Neue Produktideen durch die Vertriebsorganisation zu bringen ist langwierigaufwändig und oft nicht von Erfolg gekrönt. Vertriebsleiter, Filialleiter und auch Berater haben eine eigene Agenda und eigene Produktfavoriten. Sie stehen neuen Produkten nicht ohne weiteres offen gegenüber.

Hinzu kommen schwankende Märkte. Sie sorgen im negativen Fall nicht nur für eine Wertminderung der Assets under Management, sondern führen auch zur Reduzierungder damit verbundenen Erträge. Zusätzlich reagieren unbetreute Kunden in solchen Marktphasen oft irrational auf das Marktgeschehen. Aktiv betreute Kunden würden eher innerhalb der Produktart Investmentfonds umschichten oder gar zu günstigen Kursen nachkaufen.

Die dritte große Herausforderung sind die Aktivitäten des Gesetzgebers. Die Regelungen zur MiFID lassen den Anlageprozess für Investmentfonds zunehmend komplex werden. Attraktive Erträge zu generieren wird durch das Verbot zur Annahme von Bestandsprovisionen ohne zusätzliche Gegenleistung und durch die verschärften Regelungen zur Kostentransparenz erschwert. In der Filiale ist dadurch ein wirtschaftlicher Vertrieb immer schwerer möglich.

Im Ergebnis nehmen sich Berater keine ausreichende Zeit für die aktive Betreuungvon Kunden, weil der Aufwand hierfür im drastischen Missverhältnis zu den potenziellen Erträgen steht. Damit sich die Kunden aber mit Investmentfonds dauerhaft wohl fühlen, braucht es eine aktive Betreuung. Kunden wollen den Kümmerer.

Wie wäre es, …?

… wenn das Produktmanagement sich wieder voll darauf konzentrieren könnte, die Top-Produkte am Markt zu identifizieren und dann direkt dafür sorgen kann, dass diese in die entsprechenden Kundenportfolios allokiert werden? Das ist der eigentliche Sinn des Produktmanagements.

… wenn das Produktmanagement auch aktiv dafür sorgen könnte, dass in schwankenden Marktphasen das Geld zwar in andere Investmentfonds umgeschichtet wird, aber nicht das Vehikel Investmentfonds verlässt? Das sichert die Kundenzufriedenheit dauerhaft und stabilisiert Erträge der Bank.

… wenn sich die Berater in den Filialen wieder voll auf den Vertrieb, das Sales-Story-Erzählen konzentrieren könnten, statt sich mit Dokumentation zu beschäftigen? Und dadurch auch noch AuM-basierte Gebühren für eine aktive Dienstleistung erzielt werden könnten? Das steigert die Wirtschaftlichkeit des Geschäftsmodells und die Zufriedenheit der Berater.
 

Die Rolle der individuellen Vermögensverwaltung in der digitalisierten Welt

Die individuelle digitale Vermögensverwaltung löst die beschriebenen Herausforderungen. Der Vertrieb erfolgt entweder direkt an den Endkunden oder über die Filialen. Im Direktgeschäft erfolgt die Risikoprofilierung, die Ableitung von Anlagerichtlinien und das Onboarding vollständig digital.

Im Filialgeschäft fokussiert sich der Berater auf die Sales-Story für die individuelle Vermögensverwaltung. Im Anschluss führt er den Kunden durch die Risikoprofilierung nach WpHG und leitet daraus die Anlagerichtlinien ab. Er gibt keine individuelle Produktempfehlung und benötigt damit nur eine einfache Geeignetheitserklärung für die Empfehlung der Wertpapierdienstleistung.

Das Produktmanagement sorgt dafür, dass für die Umsetzung von Asset-Allokationen innerhalb der Vermögensverwaltung ausreichend Top-Produkte zur Verfügung stehen. Um die Befüllung von Kundenportfolios mit geeigneten Produkten, die Überwachung der Anlagerichtlinien pro Kundenportfolio, die notwendigen Umschichtungstransaktionen und das regelmäßige Reporting gegenüber dem Kunden kümmert sich ausschließlich eine Maschine. Produktmanagement steuert, welche Produkte in den Kundenportfolios landen. Die Umsetzung erfolgt gleichtägig.
 

Ist die individuelle Vermögensverwaltung im Retailsegment machbar & sinnvoll?

Die Digitalisierung der Prozesse bietet den Schlüssel zur Massentauglichkeit der individuellen Vermögensverwaltung. So lässt sich eine aktive und individuelle Vermögensverwaltung bereits für Vermögen ab 5.000 EUR rentabel darstellen. Dabei sinken die Stückkosten mit jedem zusätzlichen Kunden, weil der Bedarf an menschlicher Expertenarbeit nicht im selben Umfang steigt.

Die digitale Vermögensverwaltung kann sich 24 Stunden – 7 Tage die Woche um die Depots kümmern. Mit diesen technischen Möglichkeiten gestalten Sie das Kundenerlebnis „Investmentfonds“ innerhalb und außerhalb der Filiale maximal attraktiv.

Eine individuelle digitale Vermögensverwaltung sorgt für:

  • Wirtschaftlichen Vertrieb
  • Permanente Qualitätssicherung der Kundendepots
  • Aktive Depotbetreuung in schwankenden Marktphasen
  • Stabilisierung und Steigerung von Erträgen
  • Erhöhung der Bequemlichkeit für den Kunden und der Transparenz von Preis und Leistung
  • Dadurch Steigerung der Kundenzufriedenheit
  • Erschließung vollkommen neuer Kundengruppen für die Wertpapier-Vermögensanlage

 

Ist die digitale Vermögensverwaltung auch für Sie die Zukunft der Vermögensanlage?

Das Kerngeschäft von aixigo ist seit 17 Jahren die Entwicklung digitaler Anlageberatungsflows für das Filialgeschäft europäischer Banken. Mit investify haben wir die weltweit einzige digitale Vermögensverwaltung mit individuellen Portfolios für Kunden gebaut. Im Rahmen der Investitionssicherung analysieren wir fortlaufend über 80 Anbieter im Bereich der digitalen „Geldanlage“. Diese Kombination aus Erfahrung und Innovationskraft lässt uns trotz aller Herausforderungen optimistisch in die Zukunft der Investmentfonds blicken.

 

Wie denken Sie über das Potenzial einer digitalen Vermögensverwaltung im Retailsegment? Darüber würden wir gerne mit Ihnen diskutieren.

„Alle sagten: Das geht nicht!

Dann kam einer, der wusste das nicht

und hat es einfach gemacht“

Autoren: Bernard Ehrlich / Christian Neuenhaus

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